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WAL-Jahresrechnung: Patzer in der informatorischen Anlage zum Jahresgebührenbescheid
Offenbar führte ein Softwarefehler bei der Erstellung der Druckdatei der Jahresgebührenbescheide 2011 für Trink- und Schmutzwasser des WAL dazu, dass in der Anlage zum Bescheid beim informativen Ausweis der Mehrwertsteuer teilweise absurde Beträge als angeforderte Abschläge für das Jahr 2011 ausgewiesen wurden. Viele Kunden finden in der - nur zur Information gedachten - Rubrik "MwSt.-Nachweis" bei den Abschlägen 2011 unerklärlich hohe Summen.
"Im Abrechnungssystem unseres Betriebsführers werden alle Daten richtig dargestellt. Auf unseren Computern und den eigenen Probedrucken trat dieser Fehler nicht auf. Erst beim Druck bei einem Dienstleister stellte sich dieser Fehler ein", erklärt Verbandsvorsteher Dr. Roland Socher und betont: "Die Abrechnung des verbrauchten Trinkwassers, der berechneten Schmutzwassermengen und Grundgebühren sowie der eingezahlten Abschlagszahlungen und die ausgewiesene Umsatzsteuer sind auf dem Bescheid selbst korrekt." Die Rechtmäßigkeit des Bescheides ist damit gegeben. "Um zusätzliche Kosten zu vermeiden, halten wir es aber nicht für erforderlich, die Anlagenblätter für mehr als 23.000 Kunden als Korrektur erneut zu versenden. Unsere Softwarefirma ist derzeit dabei, die Fehlerursache exakt zu ermitteln", so Socher. Der WAL bittet um Entschuldigung. Allen Kunden, die eine Korrektur der Anlage zum Bescheid wünschen, wird der neue Ausdruck nach Rückmeldung selbstverständlich kurzfristig zugestellt.
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Rechtslexikon
Ist die Regen-/Eigenwassernutzung im Haushalt rechtlich zulässig?
Bei der Nutzung von Regenwasser bzw. von Wasser aus dem eig. Hausbrunnen im häuslichen Bereich ist die hygienische und abgabenrechtliche Auswirkungen von rechtlicher Bedeutung:
1. hygienische Gesichtspunkte:
Mit Inkrafttreten der neuen Trinkwasserverordnung sind Anlagen zur Regenwassernutzung beim Gesundheitsamt anzeige- bzw. überwachungspflichtig. Denn beim Gebrauch von Regenwasser im Haushalt sind Infektionen nicht auszuschließen. Infolge von fehlerhaften Hausinstallationen kann es zudem zu mikrobiologische Verunreinigungen im öffentlichen Versorgungsnetz kommen.
Der Betreiber von Regenwassernutzungsanlagen haftet für gesundheitliche Schäden bei missbräuchlicher Verwendung des Regenwassers, sei es durch Kleinkinder oder mangelnde Information der Nutzer.
2. abgabenrechtliche Gesichtspunkte
Bei der Installation von Regenwassernutzungsanlagen (siehe DVGW Arbeitsblatt W 55 vom November 2000) ist zu beachten, das das der öffentlichen Schmutzwasserentsorgungsanlage (Schmutzwasserkanal und Kläranlage) zugeführte Schmutzwasser gesondert durch Meßeinrichtungen erfasst wird. Da die Mengengebühren für Schmutzwasser nach dem bezogenen und durch Wasserzähler gemessenen Frischwasser (Trinkwasser) berechnet werden, stellt die Einleitung von benutztem Regenwasser ohne gesonderte Mengenmessung eine Abgabenhinterziehung dar, die nach §§ 14, 15 Kommunalabgabengesetz Brandenburg mit Freiheits- bzw. Geldstrafe oder Bußgeld geahndet werden kann.
Das sich die Anschaffung einer Regenwassernutzungsanlage wirtschaftlich nicht rechnet, haben wir in der Ausgabe der LWZ vom September 2001 bereits erläutert (Einsparung von 1.500 € an Trinkwassergebühren über einen Zeitraum von 20 Jahren.) |
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Tag des offenen Unternehmens Brandenburg am 21.05.2011:

Senftenberger Dienstleister stellen sich vor !
Am 21.05.2011 werden sich die Senftenberger Dienstleister Kommunale Wohnungsgesellschaft mbH, der Wasserverband Lausitz, die Wasserverband Lausitz Betriebsführungs GmbH und der Zweckverband Lausitzer Seenland Brandenburg an der Pier des zukünftigen Stadthafens vor dem WAL-Kundenzentrum den interessierten Bürgern und Gästen der Stadt präsentieren. Neben der Besichtigung und fachkundigen Auskünften zum entstehenden Stadthafen werden Informationsstände der Unternehmen zu deren Leistungsportfolio und auch zu Ausbildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten, "Technik zum Anfassen", eine Hüpfburg, Clownerie, zahlreiche Kinderspiele, Glücksrad, das vital-Fitnesstudio und natürlich auch Speis und Trank vom "Pier 1" zu erleben und zu genießen sein. Ein begehbares Seenlandmodell lässt Landschaftsvisionen realistisch erscheinen. Also - auf an den Senftenberger See:
Samstag, 21.Mai 2011, von 10.00 bis 16.00 Uhr, Steindamm 51/53 am zukünftigen Stadthafen Senftenberg!
Kommunale Wohnungsgesellschaft, Pier 1, vital-Fitnesstudio, Wasserverband Lausitz, Wasserverband Lausitz Betriebsführungs GmbH, Zweckverband Lausitzer Seenland Brandenburg

Luftbild: WAL-Betrieb, Areal am Steindamm 51/53

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07.04.2011
WAL will Abwasserkanal in Senftenberg neu bauen
Senftenberg Der Wasserverband Lausitz (WAL) plant, einen neuen Schmutzwasserkanal in Senftenbergs Zentrum zu bauen. Er soll von der August-Bebel-Straße durch die Reyersbachstraße führen und an eine vorhandene Leitung gegenüber der Einmündung Robert-Harnau-Straße angeschlossen werden.
07.04.2011 Der alte Kanal in der Bebel-Straße soll zwischen Thälmann- und Reyersbachstraße außer Betrieb genommen und verfüllt werden. Der Neubau werde rund 150 000 Euro kosten. Das sei preiswerter als eine Sanierung der alten defekten Leitung, erklärt Ulf Riska, Pressesprecher der Wasserverband Lausitz Betriebsführungs GmbH.
Kosten für Erdarbeiten könnten ebenfalls gespart werden. Denn es soll im unterirdischen Rohrvortrieb gebaut werden. Die Straße muss also nicht aufgerissen werden. Die Leitung wird durch die Erde gebohrt. Realisiert wird das Projekt voraussichtlich im Mai, Juni.
Der Grund für das Vorhaben ist der sehr schlechte Zustand der alten Leitung in der Bebel-Straße. Am 21. März war dort ein Kanalspülfahrzeug in einem Loch stecken geblieben, das wegen eines Hohlraums im Erdreich plötzlich in der Straße klaffte. Daraufhin sei die Leitung untersucht worden. Eine umfassende Untersuchung des Untergrundes mittels Georadar kündigt Riska für Sonnabend, den 9. April, an. Dafür müsse die Straße an diesem Tag zeitweise komplett gesperrt werden.
Wegen der Arbeiten am alten und neuen Schmutzwasserkanal mussten die Umleitungsstrecken für den Ausbau der Westpromenade neu abgestimmt werden. Denn dieser soll ebenfalls noch im ersten Halbjahr in Angriff genommen werden, erklärt Riska. Demnach wird der Busverkehr vom Bahnhof aus in Richtung Stadt durch die Straße der Jugend und die Bebel-Straße geführt. In Gegenrichtung werden die Busse über Schul-, Bergwerk und Hennecke-Straße sowie Steindamm in die Bahnhofstraße umgeleitet.
dh
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Internationaler Tag des Wassers am 22. März 2011 - Nachhaltige Trinkwasserversorgung im Versorgungsgebiet des Wasserverbandes Lausitz
Der Internationale Tag des Wassers 2011 steht unter dem Motto "Wasser für die Städte: Antwort auf urbane Herausforderungen". Mit diesem Thema wollen die Vereinten Nationen auf den weltweit wachsenden Bedarf an städtischer Wasser- und Sanitärversorgung aufmerksam machen und auf die dadurch mögliche Übernutzung der vorhandenen Wasserressourcen hinweisen. Das Motto unterstreicht zudem das im Jahr 2010 als Menschenrecht anerkannte Recht auf Wasser und sanitäre Grundversorgung.
"Im Versorgungsgebiet des Wasserverbandes Lausitz (WAL) ist die Versorgung mit Trinkwasser gesichert. Die wichtigste Quelle für die Trinkwassergewinnung in unserer Region ist dabei der Grundwasserleiter des Lausitzer Urstromtales, aus dem bestes Rohwasser aus 15-20 m Tiefe im Wasserwerk Tettau aufbereitet wird", so Verbandsvorsteher Dr. Roland Socher. Dabei sei es erforderlich, die Wasserversorgung in den Naturhaushalt einzubetten. In Deutschland setzt hier das Wasserhaushaltsgesetz an. Ziel ist es, den Wassergebrauch und die natürliche Regenerationsfähigkeit des Ökosystems vor Ort miteinander in Einklang zu bringen. "WAL-Betrieb als Betriebsführer des WAL sorgt mit einem modernen Wasser- und Abwassermanagement für eine nachhaltige und verantwortungsvolle Wassernutzung. Damit sichern wir nachhaltig die Wasserversorgung auch für kommende Generationen im Süden Brandenburgs und Teilen Nordsachsens betonte Geschäftsführer Marten Eger vom WAL-Betrieb.
Trotz der hohen und hygienischen Standards ist ein verantwortungsbewusster Umgang mit Wasser notwendig. Umweltbelastende Stoffe wie Öle und Lacke gehören nicht in den Wasserkreislauf. Gleiches gilt für chemische Reinigungsmittel und Medikamente. "Alles was wir in das Wasser geben, müssen wir später wieder mit großem Aufwand herausholen. Vorsorge ist hier besser als Reparatur", erklärte Eger. Frühzeitig setzt hier Aufklärung auch gegenüber den jüngsten "Kunden" der Wasserdienstleister an. Das Interesse an Besichtigungen der Kläranlagen und des Wasserwerkes insbesondere durch Schulen ist ungebrochen. Nicht zuletzt werden sich beide Unternehmen am "Agenda Diplom 2011" der Stadt Senftenberg beteiligen, um in den Sommerferien interessante Angebote für die Kinder zum Thema Wasser vorzuhalten und das Bewusstsein für das Lebensmittel Nummer 1, Trinkwasser, zu schärfen.
Ulf Riska

Bild: WAL, Das Wasserwerk Tettau, Quell besten Trinkwassers
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22.01.2011
„Auch Unternehmensberater können sich irren“
Vor zehn Jahren ist Dr. Roland Socher aus Schwarzheide zum Vorsteher des Wasserverbandes Lausitz (WAL) gewählt worden. Die RUNDSCHAU sprach mit ihm.
Dr.. Roland Socher hat den Wasserverband in ein sicheres Fahrwasser geführt. Foto: Steffen Rasche/str1
Viele beneiden Sie um Ihren Blick aus dem Dienstzimmer direkt auf den Senftenberger See und den künftigen Stadthafen. Wann machen Sie den Bootsführerschein?
Wasserverband und Weitblick – das passt schon ganz gut zusammen. Zu verdanken haben wir die schöne Aussicht der Weitsicht der Entscheider in der Vorgängerunternehmung vor über 50 Jahren. Die Wasserwirtschaft war also schon vor dem See hier. Den Bootsverkehr im künftigen Hafen werde ich mir erst einmal von Land ansehen. Darauf freue ich mich.
Vor Ihrem Amtsantritt vor genau einem Jahrzehnt haben Unternehmensberater dem WAL keine rosige Zukunft bescheinigt. Was würden Sie den Herren heute sagen?
Ein bedrückender Schuldenstand, hohe laufende Kosten und die Prognose auf einen stetig fortschreitenden Einwohnerrückgang – das war schon eine schwierige Ausgangslage. Die Situationsanalyse der Berater war recht gut und hat mir auch geholfen. Aber der Vorschlag, die Anzahl der Mitarbeiter von 135 auf 80 abzubauen, der sich so offenbar von Beratern immer wieder gut verkaufen lässt, hat mir gar nicht gefallen. Wir haben dem ein mutiges Aufbauprogramm entgegengesetzt und so für effektive Arbeit gesorgt. Offenkundig können sich auch Unternehmensberater irren.
Auch Sie haben damals sicher nicht daran geglaubt, dass man angesichts enormer Investitionen die Trinkwasserpreise über zehn Jahre bis heute stabil halten kann? Auch die Schmutzwasserpreise, anfänglich hoch, haben sich nicht mehr bewegt.
Wir haben in der Verbandsführung sehr bald ein ehrgeiziges Ziel verkündet: stabile Gebühren für mindestens fünf Jahre. Einige hielten das anfangs für utopisch. Inzwischen sind unsere Gebühren für Trink- und Schmutzwasser seit über zehn Jahren stabil. Dabei haben uns auch günstige äußere Umstände genutzt – insbesondere die Zinsentwicklung in den letzten Jahren. Für zehn Jahre hat mein Weitblick damals nicht gereicht.
Wie lange bleiben die Preise für Trink- und Schmutzwasser noch stabil?
In unserer Branche sind langfristiges Denken und Handeln besonders wichtig. Unsere neuen Abwassernetze sollen möglichst noch in 100 Jahren ihren Dienst ordentlich versehen. Dafür haben wir mit den Investitionen der letzten zwei Jahrzehnte solide Grundlagen geschaffen. Wichtig war uns bei den Entscheidungen aber nicht nur der Dialog in der Verbandsversammlung, sondern auch die praktizierte Transparenz gegenüber unseren Kunden. Denn sie sind ja zum Beispiel von den Erschließungen betroffen, sie profitieren von den Vorteilen, tragen aber auch einen erheblichen Teil der Last. Die Notwendigkeit für eine Gebührenerhöhung zeichnet sich in absehbarer Zeit nicht ab. Ich kann immer noch nicht zehn Jahre vorausschauen.
Wie lebt und arbeitet es sich mit den hohen dienstlichen Verbindlichkeiten?
Bei solchen Zahlen ist es wichtig, dass man einen kühlen Kopf behält und immer seriös rechnet. Unsere Schulden sind in den letzten zehn Jahren weiter gestiegen – allerdings nur um acht auf jetzt 112 Millionen Euro. In dieser Zeit haben wir aber 120 Millionen Euro investiert und damit unser Anlagevermögen auf 218 Millionen Euro anwachsen lassen.
Diese großen Summen sind das Ergebnis von vielen Investitionsentscheidungen, die in jedem Einzelfall gut vorbereitet sein müssen. Dort sehe ich in meine Verantwortung. Die Entscheidungen trifft letztlich die Verbandsversammlung.
Haben Sie schon einmal ausgerechnet, wie viele Menschen Jahr für Jahr vom Investitionsvolumen partizipiert haben?
Das Geld, das wir für unsere Investitionsprojekte ausgeben, ist ja nicht einfach weg. Über zwei Drittel davon bleiben erst einmal in unserer Region. Neben der Arbeit direkt auf den Baustellen beschäftigen wir zahlreiche Planungsbüros, und auch Behörden haben notwendige Zuarbeiten zu leisten. Selbst ein beachtlicher Teil des eingesetzten Materials kommt von hier, insbesondere von den Fränkischen Rohrwerken aus Schwarzheide. In den vergangenen Jahren haben wir so indirekt mehr Menschen beschäftigt, als unsere Betriebsführungsgesellschaft Mitarbeiter hat. Diese Zahl dürfte im Jahresdurchschnitt bei 200 liegen.
Sie hatten bei Ihrem Sanierungs- und Neubauprogramm auch mit heftigem Gegenwind zu kämpfen. Haben Sie aus diesem und anderen Gründen vor der Neuwahl im September 2008 überlegt, wieder zurück in die Wirtschaft zu gehen?
Es ist absolut normal, dass Investitionsentscheidungen dieser Größenordnung auf einen ordentlichen Prüfstand gehören. Für die meisten kommunalen Vertreter haben wir mit schwindelerregenden Zahlen hantiert. Ende der 90er-Jahre hatte sich die Verbandsversammlung eingeschworen, möglichst keine neuen Kredite mehr aufzunehmen, da der Schuldenstand damals innerhalb weniger Jahre auf mehr als 200 Millionen D-Mark angewachsen war und die finanzielle Situation außer Kontrolle zu geraten schien. Die Argumentation für weitere Schulden, damit die Situation dann später besser wird, war schon schwierig. Ich hatte für alle Verständnis, die zeitweilig gezögert haben. Aber schließlich gab es in den kritischen Phasen stets eine ausreichende Mehrheit. Inzwischen sprechen die erreichten Zahlen eine klare Sprache. Nach acht Jahren Amtszeit darf man sicherlich auch mal über Alternativen nachdenken. Schließlich war ich ja erst einmal nur für diese acht Jahre gewählt und meine Zusage galt ebenso für diese Frist. Zudem gab es Nachfragen und auch ein sehr interessantes Angebot. Schließlich hat die Überzeugung gesiegt, dass ich beim WAL meine Mission noch nicht voll erfüllt habe und auch die Mitgliedskommunen waren bereit, weiter mit mir zu arbeiten.
Welche Entscheidungen hätten Sie in den zehn Jahren Amtszeit mit dem heutigen Wissen anders gefällt?
Keine.
War die Privatisierung der Betriebsführung der richtige Schritt gewesen?
Ja. Und ebenso war es nach meiner Überzeugung richtig, das Eigentum an unseren Ver- und Entsorgungsanlagen zu 100 Prozent in kommunaler Hand zu lassen. Sicherlich hätten wir auch als öffentliches Unternehmen weiterarbeiten können. Dann wäre allerdings der von den Unternehmensberatern vorgezeichnete Arbeitsplatzabbau zwingend notwendig geworden. WAL-Betrieb, seit inzwischen fünf Jahren ein Unternehmen der Remondis-Gruppe, agiert über die dem kommunalen Verband gesetzten territorialen Grenzen hinaus sehr erfolgreich. Damit hat sich in Senftenberg ein national wie international beachtetes Unternehmen der Wasserwirtschaft etabliert, das auch einen Zugewinn für die regionale Wirtschaftsentwicklung bringt.
Mit ROLAND SOCHER
sprach Manfred Feller
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07.01.2011

Abwassersünder werden zur seltenen Spezies
Rainer Adamzig aus Schwarzheide hat wie viele andere dem Abfallverband erklären müssen, warum er so wenig Müll in die Tonne wirft. Nun befürchtet er, jedoch mit einem Augenzwinkern, auch Post vom Wasserverband Lausitz (WAL) zu bekommen, weil er weniger Wasser als der Durchschnitt verbraucht und damit damit auch wenig Schmutzwasser produziert.
So weit hergeholt ist diese Befürchtung nicht. Der WAL hat nach den Worten seines Vorstehers Dr. Roland Socher in den vergangenen Monaten und Jahren etwa 1000 Haushalte angeschrieben. Sie gehören zu jenen rund 3000 Haushalten mit ungefähr 7000 Einwohnern, die noch über eine abflusslose Grube verfügen. Im Einzugsgebiet des Verbandes leben 84 000 Einwohner. »Dort, wo wir eine größere Differenz zwischen dem verbrauchten Trinkwasser und dem mobil entsorgten Schmutzwasser festgestellt haben, haben wir nachgefragt. Wir sind jedoch mit Fingerspitzengefühl und freundlichen Briefen herangegangen«, sagt Verbandschef Dr. Roland Socher.
Etwa 80 bis 90 Prozent der Angeschriebenen hätten teilweise mit den tollsten Ausreden geantwortet. Manche hätten das unerlaubte Leerpumpen der Grube auf dem Grundstück sogar zugegeben. »Es gibt aber auch hartnäckige Verweigerer. Ihnen gegenüber wird der Ton schärfer«, bemerkt der Vorsteher. Es seien auch schon die ersten Bußgeldverfahren angestrengt worden. »Wir bleiben dran, bis der Letzte ordentlich entsorgt«, kündigt Dr. Socher an. Viele Kunden hätten vertraglich eine regelmäßige Abfuhr vereinbart. Dies sei die bequemste Lösung.
Der Wasserverband hat seit 2005 mit Millionenaufwand jährlich zwischen 700 und 1400 Haushalte neu an die zentralen Kanalnetze angeschlossen. Der Anschlussgrad liegt jetzt bei 83 Prozent (2005 = 65 Prozent). Trotz dieser Entwicklung und rückläufiger Einwohnerzahlen sei die mobil entsorgte Schmutzwassermenge allein von 2009 zu 2009 von 83 000 auf 97 000 Kubikmeter gestiegen. Der WAL sieht darin einen Erfolg der freundlichen Briefe an die Kundschaft. »Wir haben jetzt deutlich weniger Schwarzentsorger«, zeigt sich Dr. Roland Socher schon fast zufrieden.
Zum Thema:
Im Gebiet des Wasserverbandes Lausitz leben etwa 89 000 Menschen. Er gehört zu den größten seiner Art in Brandenburg. 25 Kommunen versorgt er mit Trinkwasser, und in 23 Kommunen kümmert er sich um die Schmutzwasserentsorgung. Trotz oder gerade wegen der anhaltend hohen Millioneninvestitionen sind die Gebühren seit Jahren stabil. Nur noch etwa 17 Prozent der Einwohner sind mit ihren Haushalten nicht an die zentralen Abwassernetze angeschlossen. Der WAL will den Wert durch weitere Erschließungen auf 14 Prozent drücken, unter anderem in Hohenbocka, Arnsdorf, Großkmehlen und Freienhufen.
Manfred Feller
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28.12.2010

Wasserverband investiert kräftig
Von Oliver Sobe
Auf etwa zwölf Millionen Euro summieren sich die geplanten Investitionen des Wasserverbandes Lausitz (WAL) aus dem Wirtschaftsplan für 2011, den die Vertreter der Verbandskommunen vor kurzem einmütig beschlossen haben. Zugleich soll der Gewinn beim WAL nach jetzigen Erwartungen der Verbandsspitze auf 2,575 MillionenEuro steigen.
Für Verbandsvorsteher Dr. Roland Socher lässt der tiefgründige Blick auf den anhaltenden Bauboom beim Wasserverband zwei Schlussfolgerungen zu: Vor dem Hintergrund eines jährlichen Bevölkerungsverlustes von etwa 1,5 Prozent sowie des sinkenden Verbrauchs an den häuslichen Wasserhähnen sei das vorgesehene Paket an Investitionen einerseits sicherlich mutig. »Aber andererseits hat uns insbesondere der großflächige Ausbau des zentralen Schmutzwassernetzes in den vergangenen Jahren dabei geholfen, die Gebühreneinnahmen für den Verband zum Teil sogar zu erhöhen und somit anhaltend gute Ergebnisse zu verbuchen«, betonte WAL-Chef Socher. Nach seiner Prognose wird das Abwassernetz im Verbandsgebiet bis Ende 2011 mit 70 500 angeschlossenen Einwohnern und einem Erschließungsgrad von 86,5 Prozent eine Rekordgröße erreichen.
Im Einzelnen stehen im nächsten Jahr der Abschluss der Erschließungsmaßnahmen beim Schmutzwasser in Hohenbocka, Großkmehlen und Freienhufen auf dem Programm. Bis 2012 ist ebenfalls der Neubau eines Abwassernetzes in Lauchhammer-Nord geplant. Den Kostenumfang dieses Vorhabens beziffert der WAL aus heutiger Sicht mit etwa 1,8 Millionen Euro. »Neben der Neuerschließung gewinnt die überfällige Sanierung von Trinkwassernetzen und Abwasserkanälen an Gewicht«, erklärte Verbandsvorsteher Roland Socher. Nächstes Jahr lägen hierbei in Senftenberg (1,8 Millionen Euro) und Schwarzheide (eine Million Euro) die Schwerpunkte.
Auf erkleckliche Beträge summieren sich im Wirtschaftsplan auch die Ausgaben für zwei weitere Großprojekte des Wasserverbandes. Etwa 2,4 Millionen Euro soll der vorgesehene Neubau des WAL-Bürohauses an der Senftenberger Hafenkante bis Mitte 2012 verschlingen, rund eine Million Euro stellt der Verband dafür im kommenden Jahr bereit. Nach der mehrjährigen Sanierung im Wasserwerk Tettau plant der WAL mit der Neugestaltung der Außenflächen sowie der Erneuerung der Steuerungstechnik für den Brunnenbetrieb und die Förderung des Rohwassers jetzt noch den Schlussakkord. Für diese Maßnahmen sind zirka 500 000 Euro eingeplant. Um das riesige Investitionsprogramm für 2011 abarbeiten zu können, hat sich die WAL-Spitze von den Kommunen eine erneute Kreditaufnahme von drei Millionen Euro bewilligen lassen. Eine wirtschaftliche Gefahr bestehe darin nicht, so Verbandschef Socher. »Schließlich wollen wir in der gleichen Zeit fast vier Millionen Euro an alten Schulden tilgen. Außerdem hat uns das extrem niedrige Zinsniveau in der jüngsten Zeit geholfen, die Kosten für den Schuldendienst bei den Banken zu reduzieren«, sagte er.
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09.12.2010

Grünes Licht für neues Bürohaus
Die ambitionierten Pläne des Wasserverbandes Lausitz (WAL) zum Neubau eines Bürogebäudes an der Senftenberger Hafenkante nehmen rasante Formen an. Schon bis 2012 soll das 2,4 Millionen Euro teure Verwaltungshaus neben dem WAL-Kundenzentrum fertig in der maritimen Landschaft stehen. Die Ampel zur Realisierung des Projektes leuchtet inzwischen im klaren Grün.
„Wenn alles weiter nach Plan läuft, wollen wir im Sommer 2011 den Grundstein für unser neues Bürogebäude legen“, nannte WAL-Chef Dr. Roland Socher in der jüngsten Verbandssitzung einen konkreten Termin für den Baustart. Eine Million Euro hat der Wasserverband dafür allein nächstes Jahr im beschlossenen Wirtschaftsplan reserviert. Der vorliegende Gestaltungsentwurf stammt vom Architekturbüro IPRO Lausitz/Dresden und zeigt eine Gebäudesprache, die sich nach Auffassung von Fachleuten an den Vorgaben des zukünftigen Senftenberger Hafenbeckens orientiert. Insgesamt hatte der Wasserverband fünf Architekturbüros zur Abgabe ihrer baulichen Entwürfe eingeladen, die dann bereits Ende September von einer Jury bewertet wurden. „Bei der Arbeit von IPRO hat das Gutachtergremium die dezente Fassadengestaltung aus Brüstungsbändern und zurückliegenden Fensterfronten sowie einer teilweisen Dreigeschossigkeit, die sich dem Senftenberger See zuwendet, am meisten überzeugt“, erläuterte WAL-Chef Socher die Gedanken der Juroren. Die gestalterische Form schaffe eine „schlüssige Balance“ zwischen dem vorhandenen WAL-Kundenzentrum sowie der erforderlichen Eigenständigkeit in der Architektur. Die Empfehlung der Jury wurde mittlerweile vom Vorstand des WAL bestätigt. „Derzeit befinden wir uns in einer intensiven Planungsphase. Wir möchten möglichst im März den vollständigen Bauantrag im OSL-Landratsamt einreichen“, informierte Verbandschef Roland Socher auf RUNDSCHAU-Nachfrage. Spruchreif ist nach Sochers Worten eine konkrete Absprache mit der Wasserverband Lausitz Betriebsführungs GmbH (WAL-Betrieb) zur Beteiligung an dem Vorhaben. Der private Betriebsführer wird unter anderem dem Innenausbau vornehmen sowie die EDV- und Telekommunikationsanlagen kostenfrei installieren. Mit der Zustimmung von WAL-Betrieb soll sich zudem die Bürofläche im Verwaltungsgebäude auf 968 Quadratmeter reduzieren. Den finanziellen Gesamtbeitrag des Betriebsführers am Projekt bezifferte WAL-Chef Socher mit etwa 300 000 Euro. Was indessen nach dem Umzug von WAL-Betrieb aus dem bisherigen Verwaltungshochhaus an der Schwarzen Elster wird, ist bislang unklar.
Von Oliver Sobe
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23.11.2010

Störanfällige Hauptleitung wird saniert
Um die Trinkwasserversorgung für den Großraum Senftenberg möglichst störungsfrei gewährleisten zu können, lässt der Wasserverband Lausitz (WAL) ein 1180 Meter langes Teilstück der Hauptleitung bei Schwarzheide ertüchtigen. Dazu wird ein Polyethylenrohr mit einem Innendurchmesser von 600 Millimetern in die vorhandene Leitung gezogen.
Die dickwandigen Rohrsegmente aus Polyethylen werden mit dieser Stumpfschweißmaschine in einem Arbeitsgang verbunden. Peter Schreck, technischer Leiter, und Bauüberwacher Kai Zickler, beide vom WAL-Betrieb, schauen sich die Verbindung an.
Foto: M. Feller
Vorteil: Die alten Rohre müssen nicht ausgegraben werden. Notwendig sind nach Auskunft von Kai Zickler, Bauüberwacher beim WAL-Betrieb, lediglich sechs Kopflöcher, sogenannte Ziehgruben. Fördergeld für die Leitung Die Investition kostet nach Angaben von Dr. Roland Socher, Vorsteher des Wasserverbandes Lausitz, 660 000 Euro (netto). Sie werde aus dem EU-Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) mit 360 000 Euro gefördert. Warum dieser ganze Aufwand? Senftenberg und Umgebung werden vom Wasserwerk Tettau versorgt. Das kühle Nass fließt durch die 25 Kilometer lange Hauptleitung in Richtung Schwarzheide. Die Leitung stammt laut Dr. Roland Socher aus den 50er-Jahren und besteht aus fünf Meter langen Betonrohren. »Untersuchungen haben gezeigt, dass die Betonrohre noch eine gute Qualität haben«, sagt der Verbandsvorsteher. Jedoch werden die Dichtungen, sie bestehen unter anderem aus einem so bezeichneten Weißstrick, spröde. Deswegen habe es auf dem genannten Abschnitt zwischen der Schwarzen Elster, parallel zur Autobahn 13, bis zur Druckerhöhungsstation am Schwarzheider Page-Hotel in den vergangenen Jahren schon zwei größere Lecks gegeben, bei denen große Mengen Trinkwasser ausgetreten sind. Wegen des hohen Wasserstandes in der Elsterniederung seien die Notreparaturen auch immer wieder besonders aufwendig und schwierig. »Deswegen handeln wir vorbeugend«, begründet Dr. Socher die aktuelle Investition. Diese müsse jetzt gestemmt werden, um das Fördergeld nicht verfallen zu lassen. Erhalten hat den Auftrag nach landesweiter Ausschreibung das heimische Unternehmen SGL aus Lauchhammer. Verzögerungen habe es nach Aussage von WAL-Baustellenüberwacher Kai Zickler aufgrund von Hochwasser und Regen gegeben. Für trockene Baugruben sind enormen Wassermengen aus dem Boden zu heben, deutlich mehr als zuvor gedacht. Dafür die wasserrechtliche Erlaubnis zu erteilen, habe sich die Obere Wasserbehörde des Landes Brandenburg vorbehalten. Bei entsprechendem Wetter sollen die PE-Rohrstränge ab der nächsten Woche im Inlineverfahren eingezogen werden. Unter der zu querenden B 169 wird dabei ein neues Schutzrohr aus Stahl gepresst. Es ist mit Blick auf den beabsichtigten Ausbau der Straße länger als das bisherige. Hauptleitung außer Betrieb Vorgesehen sei, die Investition bis Mitte Dezember abzuschließen und die Hauptleitung wieder in Betrieb zu nehmen. Am gestrigen Mittwochmorgen ist die Leitung aus Richtung Tettau für die Vorbereitungen zum Einziehen des PE-Rohres jedoch erst einmal vom Netz genommen worden. »So eine Umschaltung verläuft unproblematisch«, versichert Peter Schreck, technischer Leiter beim WAL-Betrieb. »Die Kunden merken davon nichts.« Schwarzheide und Schipkau werden vorübergehend vom Wasserturm Lauchhammer aus versorgt. Dagegen erhalte der Raum Senftenberg zusätzliches Trinkwasser aus dem Vattenfall-Wasserwerk in Schwarze Pumpe.
Manfred Feller
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25.10.2010

Neue Trinkwasserleitung für havariegeplagte Hosenaer
Hosena: Es hat zwar etwas länger gedauert als ursprünglich angekündigt, aber der Wasserverband hält Wort: Die störanfällige Trinkwasserleitung auf der Siedlung wird erneuert. Die Rosa-Luxemburg-Straße hat sich im Oktober in eine Großbaustelle verwandelt.Damit die betroffenen Bewohner nicht regelmäßig nach Rohrbrüchen auf dem Trockenen sitzen, investiert der WAL kurzfristig 252 000 Euro. Erneuert wird laut Ulf Riska vom WAL-Betrieb zunächst der Leitungsabschnitt mit der größten Schadenshäufigkeit von der Gemarkungsgrenze Lauta bis Hosena-Siedlung. Beabsichtigt sei aber, die komplette Leitung bis ins Dorf zu erneuern. Gleichzeitig werden in der Mühlenstraße neue Trinkwasserleitungen verlegt. Die Bauarbeiten sollen Ende November abgeschlossen werden, informiert Pressesprecher Ulf Riska. Mit Havarien an der Trinkwasserhauptleitung haben die Hosenaer seit Jahren leben müssen. Oftmals haben sie mehrmals im Jahr auf dem Trockenen gesesssen, weil die alte Asbest-Zement-Leitung aus den 60er-Jahren wieder einmal gebrochen war. Für die Schadenshäufung hatte sich der Verbandsvorsteher Dr. Roland Socher im Sommer persönlich bei den Bewohner entschuldigt. Allein im Juni hatte es in diesem Jahr zwei Notreparaturen gegeben. Andrea Budich
Die neue Trinkwasserleitung wird über rund einen Kilometer im unterirdischen Vortrieb verlegt.
Foto: Steffen Rasche/str1 |
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19.10.2010
Herbst-Bauhoch in Hosena
Die störanfällige Trinkwasser-Zuleitung
von der Gemarkungsgrenze Lauta
bis Hosena-Siedlung wird kurzfristig
erneuert. Der WAL-Vorstand beschloss
am 7. September die Auftragsvergabe
an die STRABAG AG, Gruppe Senftenberg.
Die Leitung aus PE (Polyethylen)
wird über ca. einen Kilometer überwiegend
im unterirdischen Vortrieb verlegt,
begonnen wird wohl in der letzten
Septemberwoche. Bis Ende November
sollen diese Arbeiten samt Umbindung
der zahlreichen Hausanschlüsse dauern.
Gleichzeitig werden in der Mühlenstraße
neue Trinkwasserleitungen
verlegt. Die Auftragssumme für beide
Maßnahmen beläuft sich auf 275.000
Euro für die reine Bauleistung. Hinzu
kommen etwa 35.000 Euro für Planung,
Genehmigung und Bauüberwachung. |
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12.10.2010
Ärger und zusätzlichen Kosten bei der mobilen Entsorgung vorbeugen
Das Jahresende naht und viele Betreiber von Sammelgruben und Kleinkläranlagen wollen möglichst noch vor dem 31.12.2010 das Abwasser bzw. den Klärschlamm entsorgen lassen. Das Problem ist jedoch, dass diese Pflicht zur jährlichen Entsorgung vielen erst im Dezember in den Sinn kommt und daher die Wartezeiten und Engpässe zum Jahresende bei der Terminvergabe für die Entsorgung vorprogrammiert sind. Hinzu kommen die anstehenden Feiertage und wer hier nicht rechtzeitig vorgesorgt hat, für den könnten die Weihnachtstage durch Mehrkosten aufgrund einer etwaigen Not- oder Expressentsorgung getrübt werden. Daher: Beugen Sie schon jetzt durch eine rechtzeitige Entsorgung vor. Termine erhalten Sie beim WAL-Betrieb unter der Telefonnummer 03573 803 333.
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19.10.2010
Verbands-Vertreter
Der WAL ist auch in seinen Vertretungs und Leitungsorganen von hoher Kontinuität geprägt. Doch zumindest aus Altersgründen und durch Wechsel auf kommunalpolitischer Ebene gibt es auch Veränderungen. Auf der WAL-Verbandsversammlung am 1. Juli wurde wieder einmal gewählt. Die Funktion des Stellvertreters des Vorsitzenden der Verbandsversammlung übernimmt Kersten Sickert, Amtsdirektor von Ortrand. Einstimmigkeit gab es auch für Roland Pohlenz und Klaus Prietzel, die als jüngst gewählte Bürgermeister von Lauchhammer bzw. Schipkau künftig den Vorstand stärken. |
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01.07.2010

Wassergebühren bleiben stabil
Vor einem Jahrzehnt präsentierte sich der Wasserverband Lausitz (WAL) wirtschaftlich angeschlagen. Unternehmensberater bescheinigten ihm keine rosige Zukunft. Die damalige drastische Gebührenerhöhung sorgte für einen Aufschrei. Die höheren Einnahmen würden nur für eine kurze Erholungsphase taugen. Doch es kam anders: Die Wasser- und Schmutzwassergebühren waren damals zwar vergleichsweise hoch, aber sie sind bis heute stabil. »Beim Trinkwasserpreis ist kurzfristig keine Erhöhung vorgesehen«, schiebt Verbandsvorsteher Dr. Roland Socher eine gute Nachricht hinterher. Beim Schmutzwasser soll der Preis gar noch über Jahre auf dem jetzigen Niveau gehalten werden. Ein Grund seien die mehr als 5500 neuen Hausanschlüsse aus den vergangenen fünf Jahren. Sie spülen kräftig Schmutzwasser in die Kläranlagen, deren Auslastung ansonsten wegen des Bevölkerungsrückganges (etwa 18 % seit 2000) deutlich gesunken wäre. Seitdem steigen die Abwassermengen wieder. Der WAL habe vor einem Jahrzehnt ein »ganzes Bündel von Maßnahmen« aufgelegt, um aus dem Tal herauszukommen und sich für die Zukunft neu aufzustellen, erinnert sich Dr. Socher. Er war damals gerade als Verbandsvorsteher gewählt worden. Viele Millionen Euro seien beispielsweise durch den Neubau eines kleineren Wasserwerkes in Tettau gespart worden. Stattdessen wurde mit Vattenfall ein Wasserliefervertrag aus Richtung Schwarze Pumpe vereinbart. Während der aktuellen Hitzetage werde das Wasserwerk mit voller Leistung von 23 000 Kubikmetern am Tag gefahren. Zusätzlich liefert Vattenfall bei Bedarf bis zu 12 000 Kubikmeter täglich. Eine weitere Folge dieser Kooperation war, dass das Wasserwerk Buchwalde stillgelegt werden konnte. Mit der Landwirtschaft gebe es Kooperationsvereinbarungen über die Lieferung von Grundwasser, das sie selbst nicht so günstig fördern könnte. Ab 2005 wurde Abwasser aus Welzow in die nicht ausgelastete Kläranlage nach Großrä- schen gepumpt. Ein entscheidender Schritt hin zu einer größeren Wirtschaftlichkeit sei die Privatisierung der Betriebsführung ab 2006 gewesen. Dadurch konnte das Geschäft mit Dritten weit über die WAL-Grenzen hinaus ausgeweitet werden. Heute geben sich Delegationen aus aller Herren Länder beim WAL-Betrieb die Klinke in die Hand, um von den Lausitzern zu lernen. »All diese Maßnahmen haben nicht nur die Gebühren stabil gehalten, sondern auch die Beschäftigung gesichert«, so Dr. Socher. Heute arbeiten in dem Unternehmen mehr als 150 Frauen und Männer. Vor zehn Jahren lagen die Wasser-/Abwassergebühren laut WAL im Landesvergleich im teuren Drittel, heute im günstigsten Drittel. Ein 3-Personen-Haushalt mit 90 Kubikmeter Wasserabnahme/Abwasserentsorgung im Jahr zahlt beim WAC Calau, dem preisgünstigsten Verband, im Plattenbau jährlich 326 Euro, im Einfamilienhaus 603 Euro. Beim WAL gibt es diesen Unterschied nicht. Hier zahlen alle 569 Euro. Beim LWG Cottbus sind es 567 Euro und beim SWAZ Spremberg 679 Euro.
Von Manfred Feller |
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09.06.2010

Wasserverband hält 200 Bauleute auf Trab
Senftenberg Der Wasserverband Lausitz (WAL) gehört im Süden des Landkreises seit Jahren zu den größeren Auftraggebern im Baubereich. „Durch unsere Investitionen haben wir mehr Menschen beschäftigt, als der WAL-Betrieb Mitarbeiter hat“, sagt Verbandsvorsteher Dr. Roland Socher. „Im Tiefbau waren über Jahre ungefähr 200
Bauleute für uns tätig, außer im Winter natürlich.“

Eine der Baustellen des Wasserverbandes befindet sich in Schwarzheide. In der Straße der Jugend wird eine Schmutzwasserleitung verlegt. Dazu gehört auch der Einbau neuer Hausanschlüsse. Foto: Steffen Rasche
Zum Bestand des WAL gehören mittlerweile 500 Kilometer Kanalrohre. Davon ist die Hälfte neu verlegt worden. Seit 2005 sind in den Ausbau und in die Sanierung des zentralen Schmutzwassernetzes etwa 50 Millionen Euro investiert worden. Vier Fünftel dieser Summe flossen in den Neubau. Die Gebühren sind nicht niedrig, sie sind aber trotz der hohen Investitionen stabil geblieben. Schwerpunkt der WAL-Bautätigkeit bleibt die Flächenstadt Lauchhammer. Sie wurde inzwischen zu großen Teilen an das zentrale Schmutzwassernetz angeschlossen, das in Richtung der Kläranlage zwischen den Stadtteilen Süd und West führt. Die letzten Erschließungsmaßnahmen sind im Gange. Der WAL rechnet mit dem Abschluss in diesem Jahr. Allerdings hat sich in der Elsterwerdaer Straße eine Initiative gebildet. Dahinter stehen laut Dr. Socher elf Anlieger. Sie wollen ihre Grundstücke unbedingt noch an das Kanalnetz angeschlossen haben. Für den ein wenig abgelegenen Bereich komme jedoch nur eine Sonderlösung in Frage - eine Druckentwässerung mit einer kleinen Pumpstation. Dadurch kommt auf die Eigentümer höherer Aufwand zu. Wenn sie den Kanal dennoch wünschen, soll im nächsten Jahr gebaut werden. Die Grundstücke sind zum Teil klein und würden sich wegen des ansteigenden Grundwassers nicht so richtig für eine Kleinkläranlage oder abflusslose Grube als Dauerlösung eignen.
Lauchhammer-Mitte:
Dort plant der WAL noch für dieses Jahr eine größere Sanierungsmaßnahme am Kanalnetz.
Lauchhammer-Nord:
Dieser Stadtteil wird bis einschließlich 2011 zu großen Teilen kanalisiert. Gebaut wird - wie in Frauendorf, Lindenau und Kroppen - eine Vakuumentwässerung. Diese sei aufgrund der alten Leitungen und des Geländeprofils die beste Lösung. Vorteil: Wegen des unterirdischen Vortriebs der Rohre halten sich die Eingriffe im Straßenkörper und auf den Grundstücken in Grenzen. Die alten Rohre dienen künftig der Regenentwässerung.
Kostebrau:
»In Kostebrau werden wir uns ab 2012/13 auf die Sanierung des Bestandes konzentrieren«, sagt WAL-Verbandsvorsteher Dr. Roland Socher. Das vorhandene Mischsystem für Abwasser und Regenwasser soll weiter entflochten werden. Das heißt: Es werden viele neue Leitungen in erschlossenen Straßen verlegt, aber auch unerschlossene Gebiete mit dem Netz verbunden.
Ortrand:
Eine der letzten Straßen, die in Ortrand an der Schmutzwassernetz angeschlossen werden, ist der Grenzweg. Dort soll in den Sommermonaten gebaut werden. Mit Kostebrau schließt der Verband seine umfangreichen Neubauinvestitionen vorerst ab. »Dann werden wir uns auf die Sanierung alter Leitungen konzentrieren«, so Dr. Socher. Aber auch der Grundwasseranstieg sorgt für Arbeit. Damit alte Leitungen dicht und stabil bleiben, werden neue Rohre, als Inliner bezeichnet, eingezogen. In diesem Zusammenhang müssen dann auch viele Hausanschlüsse erneuert werden. Mit zusätzlichen Investitionen wegen des Grundwasseranstiegs rechnet der WAL vor allem in Schwarzheide und Senftenberg, teilweise auch in Lauchhammer. »Das sind unsere Schwerpunkte in der Zukunft«, sagt der Verbandsvorsteher.
Von Manfred Feller
Die Weißen Flecken des WAL
Das Verantwortungsgebiet des Wasserverbandes Lausitz erstreckt sich teilweise über die Grenzen des Altkreises Senftenberg hinaus. In diesem großen Territorium ist keineswegs jeder Ort am Schmutzwassernetz und damit an eine Kläranlage angeschlossen. 09.06.2010 Es gibt noch einige weiße Flecken, die es auch bleiben sollen. Der Aufwand wäre zu hoch, um sie anzuschließen. Manche Gemeinden wie Neupetershain sowie Klein- und Großkmehlen (weitere Anschlüsse befinden sich in der Planung) sind nur teilweise angeschlossen, Saalhausen soll eine sogenannte Insellösung erhalten. Nicht an das Kanalnetz angeschlossen werden Hermsdorf, Jannowitz, Lipsa, Grünewald, Schwarzbach, Brieske-Dorf, Bahnsdorf, Lieske, Allmosen, Dörrwalde, Barzig (gehört nicht dem Wasserverband Lausitz Verband an), Klettwitz, Schwarzheide-Ost und Schraden im Nachbarkreis Elbe-Elster.
mf
Mehr Abwässer mobil entsorgt, obwohl Kanalnetz gewachsen ist
Der Anschlussgrad der Haushalte im Gebiet des Wasserverbandes Lausitz (WAL) am Schmutzwasserkanalnetz lag im Jahr 2000 bei genau 63,2 Prozent (= 63 400 Einwohner) und erhöhte sich durch die hohen Millioneninvestitionen auf 80,8 Prozent (= 68 700 Einwohner) im Vorjahr. Nach dem Abschluss aller Baumaßnahmen in den kommenden zwei bis drei Jahren rechnet Verbandsvorsteher Dr. Roland Socher mit einem Anschlussgrad von 85 Prozent. Heute leiten im Verbandsgebiet nur noch rund 17 000 Einwohner ihre Schmutzwässer nicht in ein zentrales Netz ein. Angesichts dieser Entwicklung ist anzunehmen, dass die mobile Entsorgung von Abwasser und Fäkalschlamm aus den abflusslosen Gruben und Kleinkläranlagen drastisch zurückgegangen sein muss. »Doch das ist nicht der Fall«, stellt Dr. Socher fest. Die Menge hat sich seit 2005 sogar noch erhöht - von 70 000 Kubikmeter auf 83 000 Kubikmeter im vergangenen Jahr. Der Hauptgrund sei, dass sehr viele Grundstücksbesitzer ihre Abwässer zuvor nicht korrekt entsorgt hatten. Nicht wenige hätten das Versteckspiel selbst aufgegeben, andere seien angezeigt worden. Der WAL selbst sei gar nicht so sehr in die Offensive gegangen. »Wir sind kein Überwachungsapparat«, sagt der Verbandsvorsteher. Gegen absolut Unbelehrbare seien aber auch Bußgelder verhängt worden.

Mit einem Saug-Spülwagen fährt die Schwarze Elster Recycling GmbH die Abwässer von Haushalten ab, die nicht an das zentrale Netz angeschlossen sind. Archivfoto: Wünsc
Im WAL-Gebiet sind in den zurückliegenden fünf Jahren ungefähr 1100 neue biologische Kleinkläranlagen auf privaten Grundstücken entstanden. Kleinen Haushalten sei oftmals geraten worden, aus Kostengründen bei der abflusslosen Grube zu bleiben und lieber die regelmäßigen Transporte zu bezahlen. Die mobile Entsorgung der mehr als 80 Millionen Liter Schmutzwasser im Jahr übernimmt im Auftrag des Wasserverbandes die »Schwarze Elster« Recycling GmbH in Großräschen. »Dafür sind von uns von Montag bis Sonnabend sechs Fahrzeuge im Einsatz«, sagt Geschäftsführer Patrick Erler. Der Notdienst fahre bei Bedarf rund um die Uhr. Der Recyclingbetrieb beschäftigt am Standort Großräschen 150 Mitarbeiter und in der Niederlassung Herzberg 35 Leute. Die mobile Schmutzwasserentsorgung ist eines der vielen Standbeine des Unternehmens. »Diese Sparte hat bei uns einen hohen Stellenwert. Sie ist ein starker und wichtiger Geschäftszweig«, so Patrick Erler.
mf
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12.05.2010

Lange Abwasserleitung in Lauchhammer verlegt
Lauchhammer Lange Abwasserleitung in Lauchhammer verlegtDer Wasserverband Lausitz (WAL) hat nach Angaben seines Vorstehers Dr. Roland Socher in den vergangenen fünf Jahren in der Stadt Lauchhammer sage und schreibe 67 Kilometer Schmutzwasserleitungen verlegt. 12.05.2010 Diese Strecke würde locker reichen, um auf dem Straßenweg Senftenberg mit der Dresdner Altstadt zu verbinden. In Lauchhammer sind während dieser Zeit mehr als 2500 Grundstücke an das öffentliche Kanalnetz in Richtung des Klärwerkes in Süd angeschlossen worden. Straßen wurden - nicht immer zur Freude der Anlieger und der umleitungsgestressten Kraftfahrer - insbesondere in den Stadtteilen Mitte, Ost, West und Süd sowie im Ortsteil Grünewalde verlegt. Das Investitionsvolumen des Verbandes allein für die Stadt Lauchhammer beläuft sich bisher auf annähernd 17 Millionen Euro. In diesem Jahr will der WAL im Stadtteil Lauchhammer-Nord Schmutzwasserleitungen verlegen. Ab 2012 soll dann der Ortsteil Kostebrau an der Reihe sein. mf |
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23.04.2010

Abwasser aus Arnsdorf fließt in absehbarer Zeit ins Klärwerk
Arnsdorf Ab der nächsten Woche ist für die Autofahrer auf der langen Ortsdurchfahrt in Arnsdorf Vorsicht geboten. Der Wasserverband Lausitz (WAL) will hier bis zum Spätsommer eine neue Vakuumleitung für häusliches Abwasser verlegen lassen. 23.04.2010 Installiert wird der neue Abwasserstrang im sogenannten Spülbohrverfahren mit einer halbseitigen Sperrung der Hauptstraße. „Die Arbeiten beginnen am Ortseingang aus Jannowitz kommend. Anschließend wandert die Baustelle in jeweils 200 bis 300 Meter langen Abschnitten durch Arnsdorf“, informierte WAL-Vorsteher Dr. Roland Socher. In der Bauphase soll der Verkehr per Ampel geregelt werden. Das gesammelte Schmutzwasser aus dem 780-Einwohner-Dorf soll künftig von einer Vakuumstation am nördlichen Ortsrand über eine bereits errichtete Druckleitung nach Ruhland und zur BASF-Kläranlage nach Schwarzheide gepumpt werden. Neben der neuen Leitungsader entlang der Hauptstraße wird ein zweiter Abwasserstrang in Arnsdorf durch die Dorfaue, die Ludwig-Jahn-Straße, die Straße Am Schwarzwasser sowie durch die angrenzenden Stichstraßen führen. Baubeginn für diesen Abschnitt ist voraussichtlich im Herbst. „Bis auf ganz wenige Ausnahmen erhalten damit fast alle Arnsdorfer Grundstücke einen Schmutzwasseranschluss bis zum Klärwerk“, betonte WAL-Chef Socher. Die Kosten der Maßnahme bezifferte er mit etwa 1,5 Millionen Euro. Der Kanalausbau in Arnsdorf markiert zugleich den vorläufigen Abschluss eines ambitionierten Programm zum Ausbau des zentralen Abwassernetzes im Verbandsgebiet. Die Gesamtsumme der Investitionen seit dem Jahr 2003 hat inzwischen den stolzen Wert von rund 70 Millionen Euro erreicht. Von 2005 bis 2009 wurden in der WAL-Region etwa 5500 neue Hausanschlüsse für Schmutzwasser hergestellt. „Dadurch liegt jetzt der vorhandene Anschlussgrad bei den Grundstücken bei über 80 Prozent“, erklärte Verbandschef Roland Socher.
Oliver Sobe
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16.03.2010
Havarie an der Hauptleitung
Im Zuge der Umverlegung der im Elstervorland liegenden Hauptversorgungsleitung im Bereich des Senftenberger Steindamms wurde diese durch ein sächsisches Baunternehmen beschädigt. Durch den starken Wasseraustritt aus dem betroffenen Leitungsabschnitt kam es zwischen 15.00 und 16.00 Uhr zu erheblichem Druckabfall in den Versorgungsbereichen Stadt Senftenberg, in Großkoschen und auch in Sedlitz. Gegen 16.00 Uhr konnte nach Umschieberungen die Versorgung wieder hergestellt werden. Die defekte Leitung wird nach Fertigstellung der neuen Leitung außerhalb der Hochwasserschutzanlagen der "Schwarzen Elster" planmäßig außer Betrieb genommen.
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25.02.2010
Baubeginn Schmutzwasserhauptsammler in Schwarzheide
Am 08.März 2010 beginnen im Auftrag des Wasserverbandes Lausitz die Arbeiten am Schmutzwasserhauptsammler sowie der Hausanschlussleitungen und Schächte in der Straße der Jugend beginnend von der Ruhlander Straße bis zum Sorgenweg mit abschnittsweiser Vollsperrung. Die Schächte und Schmutzwasserhausanschlussleitungen werden in offener Bauweise erneuert, der Schmutzwassersammler mit der Inlinertechnik saniert. Die Kanaltiefe beträgt bis zu 4,70 m mit schwierigen Grundwasserverhältnissen. Die Grundwasserabsenkung erfolgt daher mittels Brunnen und Ableitung mit einer zeitlich befristeten, fest installierten, oberirdischen Rohrleitung über die Straße der Jugend - Schwarzer Weg - Schollstraße - Ringstraße.
Die Baumaßnahme läuft vorraussichtlich bis September 2010.
Die Verkehrsteilnehmer werden um Beachtung der Verkehrsführung und die Anlieger um Verständnis gebeten. |
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03.02.2010

Häuser in Hosena von Trinkwasser-Havarie betroffen
Hosena Die heulenden Sirenen haben am Montagabend im Senftenberger Ortsteil die Kameraden der örtlichen Feuerwehr zu einem besonderen Einsatz gerufen. Nach einem Rohrbruch im Bereich der Hauptversorgungsleitung in der Rosa-Luxemburgstraße/Ecke Oststraße stand die komplette Fahrbahn der Landesstraße unter Wasser, das sich sofort in eine spiegelglatte Eisfläche verwandelte.
03.02.2010
Neben der Überflutung bestand auch die Gefahr der Unterspülung.
Aufgrund des starken Wasseraustritts konnten die Reparaturarbeiten durch den WAL-Betrieb erst gegen Mitternacht beginnen, informiert Unternehmenssprecher Ulf Riska. Gerissen ist auf einer Länge von drei bis vier Metern ein Asbestzementrohr. Laut Riska handelt es sich um einen altersbedingten Materialausfall. Die Rohrleitung stammt aus dem Jahr 1958.
80 Häuser mit 200 Bewohnern waren von dem Trinkwasserausfall betroffen. Eine Notversorgung mittels Wasserwagen war aufgrund des Frostes nicht möglich. Erst am Dienstag um 12 Uhr konnten die Hähne wieder aufgedreht werden.
Die vorbeiführende Landesstraße musste in der Nacht durch die Straßenmeisterei im betroffenen Bereich voll gesperrt werden. Die Freigabe erfolgte am Dienstagfrüh. Die Oststraße als kommunale Siedlungsstraße blieb weiterhin gesperrt.
Für 2010 ist vorgesehen, den vorhandenen alten Leitungsbestand im Bereich der Luxemburgstraße zu sanieren, gibt Ulf Riska Auskunft. Er spricht von „einer massiven Schadenshäufung“, wie es sie in keinem anderen Bereich des Wasserverbandes geben würde. Erst im Oktober 2009 hatte es dort die letzte größere Havarie gegeben. Andrea Budich
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06.01.2010

Senftenberger Trinkwassertrasse wird hinter den Deich verlegt
Senftenberg Derzeit wird im Auftrag des Wasserverbandes Lausitz durch die Firma WAL-Betrieb eine Trinkwasserhauptleitung in Senftenberg umverlegt. Die Leitung mit einem Durchmesser von 500 Millimetern werde im Bereich zwischen WAL-Gebäude und Fußgängerbrücke nahe der Grundschule „Am See“ auf einer Strecke von 400 Metern aus dem Vorland der Schwarzen Elster entfernt und südlich des Flusses hinter dem Deich wieder in den Boden gebracht, teilt Peter Schreck, Leiter Netze/Neubau beim WAL-Betrieb, mit. 06.01.2010 Mit dieser Maßnahme werde den Beschädigungen der Elsterdeiche durch mögliche Rohrbrüche vorgebeugt. In den vergangenen zwei Jahren hatte es WAL-Betrieb-Angaben zufolge zwei große Rohrbrüche an der alten Leitung gegeben. Die bereits begonnenen Arbeiten sollen laut Schreck fortgeführt werden, sobald es die Witterung zulasse. Dazu müsse auch der Elsterdeich durchstoßen werden. Für die Trinkwasserabnehmer gebe es durch die Baumaßnahme keine Einschränkungen.
Torsten Richter |
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06.01.2010
Mehrwertsteuerrückerstattung bei Trinkwasserhausanschlüssen
Taler, Taler,
du musst wandern …
In der Juni-Ausgabe der LWZ kündigte der
WAL an, dass die durch einen Verfahrensfehler
des Bundesfinanzministeriums
zu viel gezahlte Umsatzsteuer
auf Arbeiten an Trinkwasserhausaschlüssen
zurückerstattet
werden wird. Zum ohnehin riesigen
Aufwand kommt, dass durch die
Übertragung der Betriebsführung
an WAL-Betrieb nun steuerliche
Besonderheiten eine Rolle spielen.
Für die Jahre 2005 bis 2002 hat der
kaufmännische Bereich von WALetrieb
die Berichtigungen bereits
auf den Weg gebracht. Für alle bism
zum 30. September versandten Brichtigungen
(Jahre 2005 und 2004)
wird die Rückerstattung noch in
diesem Jahr erfolgen.
Der WAL kann aber die Steuerdifferenz
nur rückerstatten, wenn
er dieses Geld wiederum vom Finanzamt
erhält. Da der Verband
nur vierteljährliche Umsatzsteuervoranmeldungen
einreicht, erfolgt
die nächste Anmeldung für das IV.
Quartal 2009 erst im Februar 2010.
Demzufolge wird auch erst im März
2010 mit der Rückzahlung für 2003
bis Juli 2000 zu rechnen sein.
Für die seit 2006 durch WAL-Betrieb
erstellten Rechnungen gibt es seitens
der Finanzämter noch keine
klaren Regelungen. WAL und WALBetrieb
setzen sich wie gewohnt für
kundendienliche Lösungen ein und
werden in der nächsten Ausgabe der
Kundenzeitung darüber informieren
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12.12.2009

Bau-Boom beim WAL geht ins Finale
Satte 17 Millionen Euro will der Wasserverband Lausitz (WAL) im nächsten Jahr nochmals in neue Kanäle, Pumpstationen oder technische Anlagen investieren. Der ambitionierte Wirtschaftsplan für 2010 läutet zugleich eine Trendwende ein. Nach dem mehrjährigen Bau-Boom wird der WAL ab 2011 kleinere Brötchen backen und allmählich mit dem Abbau des neunstelligen Schuldenbergs beginnen, kündigte Verbandschef Dr. Roland Socher an.
Trotz der gewaltigen Kreditbelastung von knapp 111 Millionen Euro steuere das große Verbandsschiff durch ruhiges Fahrwasser, fügte Roland Socher seiner ausführlichen Analyse in der öffentlichen WAL-Sitzung am Donnerstagabend im Senftenberger Erlebnisrestaurant „Lido“ hinzu. Die aktuellen Gebühren für Trink- und Schmutzwasser blieben auch im zehnten Jahr stabil. Für 2010 ist im Wirtschaftsplan ein prognostizierter Gewinn von 2,1 Millionen Euro ausgewiesen. Selbst im laufenden Jahr rechnet Verbandschef Socher inzwischen mit einem Plus von etwa 1,95 Millionen Euro. Gegenüber den vorsichtigen Schätzungen vom Jahresbeginn würde sich der Gewinn damit mehr als verdoppeln.
Zur Finanzierung des geplanten 17-Millionen-Euro-Bauprogramms sind ab Januar nochmals neue Kredite in Höhe von fünf Millionen Euro erforderlich. Netto wächst damit der Schuldenberg des Wasserverbandes um 1,3 Millionen Euro, da parallel alte Bankdarlehen in Höhe von 3,7 Millionen Euro getilgt werden sollen. Einstimmig segneten die Vertreter aus den WAL-Kommunen diese Absichten zum Schluss mit dem neuen Wirtschaftsplan ab. In den vergangenen Jahren hatte diese hohe Neuverschuldung dagegen nicht immer nur Fürsprecher gefunden.
Bedenken zurückgestellt
Besonders die Gemeinde Schipkau mit Bürgermeister Siegurd Heinze (parteilos) an der Spitze warnte lange vor kaum abschätzbaren Risiken durch die Finanzierungspolitik beim WAL (die RUNDSCHAU berichtete). „Aufgrund des steten Einwohnerschwunds sowie der immer älteren Kundschaft müssen wir tatsächlich aufpassen, dass uns die angehäuften Schulden in zehn oder 15 Jahren nicht mit Zins und Zinseszins einholen“, wiederholte Heinze am Donnerstag seine oft geäußerten Bedenken. Zugleich bescheinigte Schipkaus Rathauschef dem Wasserverband aber einen „sehr beeindruckenden“ Ist-Zustand. Wie im vorigen Jahr schloss sich die Rennsportgemeinde erneut dem einhelligen Ja-Votum in der Verbandsversammlung an.
Planmäßig wird der WAL im Jahr 2010 sein flächendeckendes Programm zur zentralen Abwassererschließung in weiten Teilen zum Abschluss bringen. Geografische Schwerpunkte für die Neuanschlüsse beim Schmutzwasser sind Arnsdorf (1,04 Millionen Euro) und Hohenbocka (950 000 Euro). Größere Kanalbauten für den zentralen Abfluss ins Klärwerk stehen auch für die Grundstücke in Freienhufen südlich der Ortsdurchfahrt (250 000 Euro), in der Guteborner Weinbergstraße (150 000 Euro), im Oberweg in Großkmehlen (550 000 Euro) und in Kleinkmehlen in der Straße der Jugend (160 000 Euro) auf dem Programm.
In Lauchhammer-Nord beginnt im nächsten Jahr die angekündigte Erschließung und Netzentflechtung. Der erste Bauabschnitt soll nach den Worten von Verbandschef Socher mit etwa 310 000 Euro zu Buche schlagen. „Wir wollen die Arbeiten in Lauchhammer-Nord dann 2011 planmäßig fortsetzen, bevor in den Jahren 2012 und 2013 die Netzentflechtung in Kostebrau an der Reihe ist“, lautete Sochers Vorschau. Die Wirtschaftlichkeit der millionenschweren Erschließungsmaßnahmen zeigt sich aus seiner Sicht in den steigenden Erlösen beim Schmutzwasser sowie beim Anschlussgrad. Zur Jahrtausendwende besaßen 36 900 Einwohner im Verbandsgebiet einen dezen tralen Hausanschluss, bis zum nächsten Jahr soll sich diese Zahl auf 15 000 Bewohner verringern. Allein im Jahr 2008 hat der Wasserverband 1424 neue Hausanschlüsse beim Schmutzwasser in Betrieb genommen.
Millionen fürs Wasserwerk
Etwa 2,8 Millionen Euro will der WAL in den kommenden Monaten nochmals in das Tettauer Wasserwerk stecken. Geplant sind in diesem Fall der Neubau der Schlammbehandlung sowie die endgültige Gestaltung der Außenanlagen nach den jahrelangen Bauarbeiten auf dem dortigen Betriebsgelände. Für die Modernisierung des alten Verwaltungsgebäudes am Senftenberger Steindamm – heutiger Sitz des Dienstleisters WAL-Betrieb – ist ebenfalls eine halbe Million Euro reserviert. Diese Summe wurde von der Verbandsversammlung am Donnerstag allerdings mit einem vorläufigen Sperrvermerk bedacht. „Zur Zukunft unseres Bürohauses wird der WAL-Vorstand bis zum Sommer eine grundsätzliche Entscheidung treffen müssen“, unterstrich Verbandschef Roland Socher.
Von Oliver Sobe |
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