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Derzeit wird die blaue Rohrleitung an der B 96 im Bereich Groß- und Kleinkoschen verlegt.

FOTO: Rasche Fotografie / STEFFEN RASCHE

Senftenberg/Großkoschen. Der Wasserverband Lausitz baut bei Großkoschen derzeit eine Verbindungsleitung zum sächsischen Nachbarverband. Die blauen Rohre dienen der künftigen Versorgungssicherheit. Hinter der Verlegung steckt ein ausgefeiltes Verfahren. Von Catrin Würz

Rätselhafte blaue Rohre, die derzeit oberirdisch entlang des Radweges an der B 96 bei Großkoschen mehrere Hundert Meter lang ausgelegt wurden, sorgen derzeit für viele Fragen. Die Antworten kann indes der Wasserverband Lausitz (WAL) geben. Denn die Bauarbeiten gehören zu einer der größten Investitionen des Verbandes in diesem Jahr.

An der Landesgrenze zwischen Brandenburg und Sachsen entsteht eine neue Verbindungsleitung zwischen dem WAL-Fernleitungsnetz bei Großkoschen und dem sächsischen Trinkwasserzweckverband Kamenz (TZV). Auf knapp vier Kilometern Länge wird derzeit der Lückenschluss zwischen den beiden Wasserverbänden im Bereich von Großkoschen und Lauta-Dorf gebaut.

 

 

Wasserverband Lausitz investiert 1,6 Millionen für Leitungsbau

 

„Dabei geht es um die künftige Versorgungssicherheit“, erklärt Susan Bandorski, Pressereferentin bei der WAL Betriebsführungs GmbH in Senftenberg. Die neue Leitung soll in einem Havariefall ermöglichen, dass zum Beispiel die Region Senftenberg vom sächsischen Nachbarverband mit Wasser aus dem Hochbehälter Skaska mitversorgt werden könnte.

Für den Leitungsbau investiert der Wasserverband Lausitz rund 1,6 Millionen Euro. Hintergrund ist: Vom Wasserwerk Tettau führt nur eine einzige große Leitung in den Versorgungsraum Senftenberg/Großräschen/Schipkau.

Sollte es dort zu einer Havarie kommen, würde die Region bisher vom Wasserwerk Schwarze Pumpe aus notversorgt werden. Doch das dortige Wasserwerk wird seinen Betrieb einstellen. Deshalb sei es nun zu dieser Kooperation mit dem TZV Kamenz gekommen.

 

Verlegung der blauen Rohrleitungen

Die Verlegung der Rohrleitungen zwischen Großkoschen und Lauta-Dorf erfolgt in einem technisch ausgefeilten Verfahren. „Vom Koschener Kanal bis zur Zufahrt zum Koschenberg wird das Horizontalspülbohrverfahren angewendet“, informiert Susan Bandorski.

Dabei wird ein Bohrkopf mittels Bohrgestänge unterirdisch vorangetrieben. Das dadurch entstandene Bohrloch wird aufgeweitet und stabilisiert. Anschließend wird das bereits vorbereitete Rohr auf einer Länge von 300 Metern eingeführt.

Im Bereich des Ortsausganges Lauta-Dorf bis zur Zufahrt Koschenberg wird das Rohr dagegen in mehreren Bauabschnitten in die bestehende Stahlleitung eingezogen. Spätestens im November sollen die Bauarbeiten beendet sein.

 

 


 


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