07.10.2016

Partnerschaft für einen guten Zweck- ökonomisch und ökologisch eine runde Sache

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Die Wasserverband Lausitz Betriebsführungs GmbH (WAL-Betrieb), ein Tochterunternehmen der REMONDIS Aqua GmbH und Co.KG, betreibt als technischer und kaufmännischer Betriebsführer des kommunalen Zweckverbandes Wasserverband Lausitz (WAL) im südbrandenburgischen Senftenberg u.a. die Kläranlage Brieske-Senftenberg. Diese hat eine Ausbaugröße von 60.000 Einwohnergleichwerten und ist 1996 in Betrieb gegangen. Schon mit Beginn der Betriebsführung im Jahr 2006 investierte WAL-Betrieb zur Effizienzsteigerung der vorhandenen Energieerzeugung auf der Kläranlage in eine Co-Vergärungsanlage und zwei weitere leistungsstarke Blockheizkraftwerke, um mehr Energie und Wärme auf der Anlage zu erzeugen. Die Millioneninvestition hat sich gelohnt.
Das Klärwerk läuft so weitestgehend energieautark und kann überschüssige Energie in das öffentliche Netz einspeisen. Die überschüssige Wärme fand allerdings über die Eigenversorgung der Kläranlage hinaus keine Verwendung. Das unmittelbar in der Nachbarschaft der Kläranlage befindliche Altenpflegeheim des Arbeitersamariterbundes (ASB) bot neue und interessante Lösungsansätze, die beginnend im Jahr 2015 zu wirtschaftlichen Überlegungen und ersten vielversprechenden Gesprächen der beteiligten Partner führten. Aus Verhandlungen wurden schnell Verträge und der erste Spatenstich ließ nicht lange auf sich warten.

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Nach einem halben Jahr Anlaufzeit steht die Lösung mit Beginn der neuen Heizperiode. WAL-Betrieb errichtete die Übergabe- und Übernahmestation auf der Kläranlage bzw. auf dem Gelände des ASB, die Stadtwerke Senftenberg bauten von dort eine „Nahwärme"-Leitung hin zum ASB-Heim und sichern als direkter Vertragspartner die Wärmeversorgung für den Kunden weiterhin komplett ab. Die Jahresgrundlast kommt dabei aus der überschüssigen Abwärme von der Kläranlage. Letztlich eine vorteilhafte Lösung, die nicht nur durch eine sinnvolle Nutzung der Abwärme als Heizenergie die Energieeffizienz steigert, sondern auch die Umwelt schont. Zugleich ist diese Kooperation zwischen den Stadtwerken Senftenberg, dem ASB und der WAL-Betriebs-führungs GmbH ein gelungenes Beispiel einer erfolgreichen kommunal getragenen und privaten Zusammenarbeit.

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Drei zogen an einem (Wärme-)Strang: Roger Lucchesi, Technischer Leiter von WAL-Betrieb, Dirk Herrmann, Bereichsleiter Service bei den Stadtwerken Senftenberg und Hubert Fuchs, Technischer Leiter des ASB-Wohnparks Lausitzer Seenland (v. l.). Foto: S. Rasche

 

Kommentar:

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"Unser ASB-Wohnpark erfreute sich über viele Jahre einer verlässlichen Fernwärmeversorgung durch die Stadtwerke. Gleichzeitig konnte in jüngerer Zeit WAL-Betrieb auf der benachbarten Kläranlage Brieske nicht die gesamten dort gewonnenen Abwärmeüberschüsse aus dem Blockheizkraftwerk sinnvoll nutzen, weil dem
Wasserdienstleister zusätzliche Abnehmer fehlten. Wärme einfach in die Luft blasen? - Diese Vorstellung passt nicht in die heutige Zeit. Wäre es da nicht besser, aus unserem Wärmebedarf, dem Überschuss des Klärwerks und dem Knowhow sowie den Kapazitäten der Stadtwerke ein gegenseitig vorteilhaftes Dreierbündel
zu schnüren? Das hat - nach konstruktiver Prüfung der technischen, wirtschaftlichen und interessenpolitischen Voraussetzungen - nun geklappt. Uns jedenfalls wird bei dieser Lösung gewissermaßen warm ums Herz."


Janine Schmidt,
Geschäftsführerin
des Seniorenheims

 


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